Angebote: Prä- und Perinatale Psychologie
Schwangerschaft und die Zeit danach körperpsychotherapeutisch begleitet
Reguläre Einzelsitzung: 60 Minuten Kosten: € 60,-,
Schnupperstunde 60 Minuten: Kosten: € 30,-
Abrechnung mit privaten Kassen nach dem Heilpraktikergesetz möglich
Die 9 Monate der Schwangerschaft sind eine "heilige Zeit", in der die "Grundmelodie" unseres späteren Lebens geprägt wird. Aus der pränatalen Psychologie ist heutzutage bekannt, dass alle Körper-, Gefühls-, und Bindungserfahrungen aus dieser frühen Zeit in unserem Körper gespeichert sind, da das Baby von der Zeugung an ein voll bewusstes menschliches Wesen ist.
Die Schwangerschaft kann eine wunderbare Zeit sein, in der sich die Schwangere als Frau und künftige Mutter näher kommt. Sie genießt das wachsende Leben in sich und hat vielleicht schon jetzt eine tiefe Beziehung zu Ihrem Kind. Das ist wünschenswert für Mutter und Kind , jedoch oft nicht der Fall. Viele Schwangere fühlen sich schlecht, weil sich das erwartete "Liebesgefühl" und die Freude auf das Baby nicht einstellt und sie fragen sich warum.
Schwangerschaft und Geburt setzen häufig unbewusst tief schlummernde im Körper gespeicherte Erfahrungen frei, die auf die eigene Geburt der Gebärenden oder die des Vaters zurückgeführt werden können. Wir haben in der Regel keinen bewussten Zugang zu unserer eigenen Schwangerschaft oder Geburt. Jede Schwangerschaft und Geburt ist auf ihre Weise, ob positiv oder negativ, prägend für uns Menschen. Genauso wie positive Erfahrungen Menschen ein starkes Kern-Selbst und ein grundlegendes Urvertrauen in Gott und die Welt schenken kann, so können traumatische Erfahrungen unser ganzes Leben überschatten. Mögliche Ursachen: hoher Stress in der Schwangerschaft, starke emotionale Belastung, Ängste oder tiefe Trauer, versuchte Abtreibungen, Fehlgeburten, Zangengeburten, Kaiserschnitte, langes Feststecken im Geburtskanal, die oft "unwürdige" Behandlung und teilweise "Entmündigung" der Gebärenden durch das Krankenhauspersonal, fehlendes Bonding gleich nach der Geburt, postpartale Depressionen, partnerschaftliche Belastungen, Erlebnisse aus Kindheit oder Jugendalter u.v.m. Alle diese Faktoren können sich auf eine verminderte Bindungsfähigkeit von Mutter und Kind auswirken.
Mittel- und langfristig gesehen ist es für das gesamte Familiensystem ein großes Geschenk, wenn sich die werdende Mutter, im Idealfall auch der Vater, persönlich stark belastende Verhaltensmuster vor der Geburt des Kindes anschauen und im besten Fall auflösen. Besonders prägend für das spätere Bindungsverhalten des Kindes ist der Umgang mit dem Setzen von Grenzen seitens der Eltern, mit Nähe und Distanz, mit Verlassenheits- und Überflutungsgefühlen. Diese Komponenten liefern die Grundlage dafür, wie das Kind diese Themen später in sein Leben einladen wird.