Energie und Atem
Mehr Lebensenergie durch bewusstes Atmen – ein Plädoyer
"Wenn Du wissen willst wo Gott ist, dann atme. Er ist nur einen Atemzug von uns entfernt"! (William Emerson 2008)
"Mein Atem ist mir über die Jahre ein vertrauter Begleiter für meinen inneren Halt, meine Gesundheit und Lebendigkeit geworden. Er ist meine ureigene 'Medizin', die mir jeder Zeit ohne Rezept zur Verfügung steht. Ich wünsche mir, dass viele Menschen diese zu Lebzeiten nie versiegende Quelle ebenso unzählige Male anzapfen mögen zum Aktivieren Ihrer Selbstheilungskräfte."(Petra Woschny-Lautner)
Den Weisen, Mystikern und spirituellen Lehrern aller Traditionen war schon früh bekannt, dass der Atem nicht nur Spiegel unserer Emotionen ist, sondern, dass er uns hilft, angestaute Emotionen frei zu setzten und Blockaden zu lösen. Sie nennen ihn auch Prana, Chi und Odem. Er kann uns von physischen und psychischen Schmerzen befreien und uns in andere Bewusstseinsebenen befördern. Thich Nhat Hanh erkennt die Wichtigkeit der Achtsamkeitsschulung über den Atem. Buddha lehrte bereits vor 2500 Jahren dass der Atem zu erhöhter Konzentration dient.
Atem ist Energie
Unser Atem ist das, was wir wirklich sind: Unser Körper als spürbares Feld von Wärme, Fliessen, Klopfen und Vibrieren. Der Zugang zu diesem Feld ist einfach: Sie atmen bewusst ein und aus und spüren dann den Veränderungen im Körper nach. Einatmen: Chance, sich Neuem zu öffnen, sich ausweiten, sich mutig ins Leben wagen, Klarheit für den Geist und Reinigung für den Körper. Ausatmen: Lösungsprozess von Ängsten, alten Erfahrungen, Schlacken physischer und psychischer Art.
Atem als Spiegel unserer Seele
Unser Atem ist der Spiegel der Seele. Sie spricht über unser Empfinden von Liebe und Freude, aber auch über Krankheit und Leid zu uns. Wir müssen oft erst krank werden, damit wir ihren Ruf nach Zuwendung für uns und unseren Körper hören. Wie viel Zeit schenken wir oft anderen und wie wenig uns selbst!
Atem als Brücke
Unser Atem ist die Brücke zwischen Außen und Innen und Innen und Außen. Er verbindet uns mit unserem ureigenen Wesens-Kern, tief in unseren Zellen. Von diesem Ort in uns stellen wir über die Brücke unseres Atems den Kontakt her zu unserem Gegenüber und von dort gemeinsam die Verbindung zum großen Ganzen, von dem wir ein Teil sind. Gott ist nur einen Atemzug von uns entfernt.
Körperpsychotherapeutische Atemarbeit
Diese Atemarbeit basiert auf dem energetischen Ansatz von Wilhelm Reich (das Arbeiten mit dem natürlichen Ladungs-Entladungszyklus des vegetativen Nervensystems), bzw. dessen Schüler, dem Arzt Alexander Lowen, dem „Vater“ der Bioenergetik. Innerhalb der integrativen Körperpsychotherapie nach Jack Lee Rosenberg, hat das Aufladen über den Atmen einen hohen Stellenwert. Die energetisierende Atmung aus der Bioeneregetik , der „fühlbare“ Atem bekannt aus der Arbeit von Ilse Middendorf, unterschiedliche Meditationstechniken und die „Achtsamkeitsschulung“ (MBSR) nach Jan Kabat-Zinn sind die tragenden Elemente für die Atemarbeit in meiner Praxis.
Kennen Sie das?
Viele von uns kennen, wie es sich anfühlt, wenn unser Atem flach wird, wir „die Luft anhalten“ und unser Brustkorb hart ist wie ein Stein ist. Die Einschränkung des Atems tritt oft mit körperlichen Spannungszuständen auf, denen innere unbewusste, nicht verarbeitete Themen zugrunde liegen können. Wenn diese Symptome keine Beachtung finden, kann es gravierende Auswirkungen auf den Organismus haben. Chronische Enge oder Druck im Herzen kann zu Atemwegserkrankungen, Asthma, Angstsymptomen, Erregungszuständen, Prüfungsangst, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen, muskulären Verspannungen, Rückenschmerzen oder zu einem Burn-out Syndrom führen. Ursachen kann es viele geben: Stark prägende belastende Erlebnisse aus Kindheit, Jugend oder Erwachsenendasein, tief eingravierte negative Glaubenssätze, sowie Geburtsschocks und –traumata. Eine gezielte Atemschulung kann Erleichterung auf vielen Ebenen bewirken.
Der Atem zeigt Ihnen verlässlich, wo Sie im Fluss sind und wo Sie feststecken. Sie lernen, dem natürlichen Fluss des Atems zu lauschen oder ihn bewusst zu verstärken, um blockierte Energie ins Fliessen zu bringen und Stress abzubauen. Das Ziel ist die „Selbstregulation“. Ein gesunder Organismus reguliert sein System selbst. Sie schulen ihre Präsenz und Körperwahrnehmung, werden sensibler für Ihre eigenen Grenzen, Ihren eigenen Raum und Ihrem Gegenüber.
Es lohnt sich, diesen inneren blockierten Raum zu öffnen, damit Sie wieder an Ihre Quelle für Stabilität, Kraft und Lebensenergie angeschlossen sind. Es braucht „nur“ Ihre Bereitschaft, dieses Leben wirklich leben zu wollen. Bereit zu sein, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen, mit seinem permanenten Wellenschlag willkommen zu heißen.
Ich bin Ihnen dabei gern eine Begleiterin auf Ihrem Weg in Ihre Selbstverantwortung! (Petra Woschny-Lautner)